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Naturgewalten - Kräfte der Natur

Dokumentation über die Entstehung des grössten malerischen Holzschnitts der Welt

Meine Gerstäcker-Presse (60 cm Walzenbreite) erschien mir bald zu klein. Deswegen beschloss ich Mitte der achtziger Jahre den Umbau. Dazu mussten die beiden Walzen einschließlich der Verbindungsstangen verlängert werden. Mit Hilfe ortsansässiger Firmen gelang dies in kurzer Zeit. Ich zerlegte meine kleine Presse und ließ mir bei gleichen Durchmessern die obere Hohlwalze und die untere massive Walze bei etwa doppelter Länge anfertigen. Dazu stellte ich vor allem wegen der Lagerzapfen das Muster zur Verfügung. Das Sternrad erhielt vier weitere Stangen, weil ich nicht wusste, mit welchem Kraftaufwand der Druckschlitten zu bewegen war. Eine große Schwierigkeit bestand darin, geeignete Druckfedern zu finden. Sie mussten ja bei etwa gleicher Dimensionierung die doppelte Belastung tragen. Ein stabiles Untergestell aus Vierkantrohr und mit Ablagemöglichkeiten für großformatige Papiere war notwendig geworden. In einer Sonderanfertigung erhielt ich von der Hersteller-Firma den Druckschlitten aus Ferrozell. Da die Führung in den Seitenwangen zu kurz war, montierte ich auf dem Untergestell Führungsrollen, die den Druckschlitten mühelos bis zur maximalen Länge ausfahren lassen ...

Quelle: GRAPHISCHE KUNST, Heft 47, 2. Heft 1996, Edition Curt Visel, Memmingen

Da ich in meiner CAW-Technik immer weiter fortschritt, konnte ich in größeren Formaten arbeiten. Somit wurde 1996 erneut ein Umbau der Walzenpresse notwendig.

Walzenpresse

Technische Daten

 

Walzenbreite:

200 cm

Obere Walze:

Hohlwalze d = 110 mm

Untere Walze:

Massivwalze d = 80 mm

Druckschlitten:

MDF-Platte 200x300 cm

Untergestell:

Aluminium 200x300x85 cm