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Meine Gerstäcker-Presse (60 cm Walzenbreite) erschien mir bald zu klein. Deswegen beschloss ich Mitte der achtziger Jahre den Umbau. Dazu mussten die beiden Walzen einschließlich der Verbindungsstangen verlängert werden. Mit Hilfe ortsansässiger Firmen gelang dies in kurzer Zeit. Ich zerlegte meine kleine Presse und ließ mir bei gleichen Durchmessern die obere Hohlwalze und die untere massive Walze bei etwa doppelter Länge anfertigen. Dazu stellte ich vor allem wegen der Lagerzapfen das Muster zur Verfügung. Das Sternrad erhielt vier weitere Stangen, weil ich nicht wusste, mit welchem Kraftaufwand der Druckschlitten zu bewegen war. Eine große Schwierigkeit bestand darin, geeignete Druckfedern zu finden. Sie mussten ja bei etwa gleicher Dimensionierung die doppelte Belastung tragen. Ein stabiles Untergestell aus Vierkantrohr und mit Ablagemöglichkeiten für großformatige Papiere war notwendig geworden. In einer Sonderanfertigung erhielt ich von der Hersteller-Firma den Druckschlitten aus Ferrozell. Da die Führung in den Seitenwangen zu kurz war, montierte ich auf dem Untergestell Führungsrollen, die den Druckschlitten mühelos bis zur maximalen Länge ausfahren lassen ...
Quelle: GRAPHISCHE KUNST, Heft 47, 2. Heft 1996, Edition Curt Visel, Memmingen
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